Zusammenhalt am Wintertag

Schnee im März. Gewöhnlich oder ungewöhlich? Doch darum geht es heute nur im Radio.

Denn auf meinem Weg zur Arbeit, mit dem Auto, habe ich etwas gesehen was mich noch hoffen lässt, das es „gute“ Menschen gibt. Schnee bedeutet in meiner Heimat nur eins, das reinste Chaos. Wenn die DB aufgibt ist auch die rote Ampel der Stadtwerke nicht weit. Seit drei Stunden schneit es, aber der Räumdienst kommt nicht nach. Genau damit ist das erreicht was ich meine und wie man sieht, schließe ich mich aus den „schlechten“ Menschen nicht mehr aus. Aber warum können wir nur noch meckern?

Hätte ich nicht einen Umweg zur Arbeit gemacht, hätte ich niemals gesehen was ich hier nun niederschreiben will.

Ich stehe im Stau vor einer Ampel weil es natürlich mal wieder zu kompliziert ist eine Ampelphase länger zu warte. Aber gut auch mir ist soetwas schonmal passiert. So konnte ich jedoch sehen wie vier Leute, wie es aussah drei Anwohner und ein LKW Fahrer, einen anderen LKW Fahrer an einer Straßensteigung aus dem Schneehaufen buddeln, damit dieser und der folge Verkehr weiter fahren kann. Mit vereinten Kräften haben die vier es auch gut geschafft und der LKW konnte fahren.  Die Anwohner bedanken sich und verabschieden sich vom anderen Fahrer. Auf Grund der Glätte geht der LKW Fahrer vorsichtig aber zügig zu seinem Sattelschlepper zurück. Ein Daumen hoch in seine Richtung, konnte ich mir nicht verkneifen, was ihm ein lächeln ins Gesicht brachte. Doch dann wurde mein Lob durch ein langes Hupen unterbrochen, von dem Auto hinter dem noch stehenden LKW. Also geht der Fahrer zurück zu seinem LKW schimpft etwas zum Auto hinter sich und fährt los. Mit einer kurzen Handbewegung verabschiedet er sich von mir und den Anwohnern. Der Fahrer des Autos hinter ihm schimpft wie wild.

Warum? Ja, warum? Er ist nicht ausgestiegen und hat geholfen. Der erste LKW hätte ohne Hilfe noch ewig im Schnee gesteckt. Damit währe der Fahrer evtl. noch später zur Arbeit gekommen und das Kind noch später zur Schule. Nur diese drei Minuten in dem der Fahrer auf seine Sicherheit achtet, die sind zu viel. Ich habe auch nicht geholfen, das gebe ich zu. Da haben die vier Personen meinen vollsten Respekt und verdienen sich vor allem großes Lob. Jedoch der Faherer? Er hat meine simple Geste, welche für den Moment einen Tag verschönerte, wieder zerstört.

Fazit: Menschheit ist nur noch Hecktik und Stess und ohne das, hätte niemand gehupt, hätten noch mehr Leute geholfen.

Danke für diese Aktion.

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